Ich liebe meine Arbeit

Das Blog rund um die Arbeit

Kategorie: Sonntagsblog

Ich liebe meine Arbeit – Sonntagsblog – “Eine Wohnwelt voller Wärme…”

Ich weiss, heute ist Montag, aber dann auch wieder nicht, zumindest in Österreich nicht, denn hier ist Nationalfeiertag, also gewissermaßen doch Sonntag… Wir waren dieses Wochenende in der Südsteiermark, das erste Mal, und zwar im Herzen des südsteirischen Rebenlandes im Gemeindegebiet von Glanz an der Weinstraße. Dort sind wir zufällig eingekehrt im Weingut Tschermonegg (www.tscherno).

Oder war es wirklich nur Zufall?

Das Haus und das gesamte Anwesen wirkten bereits von außen einladend auf uns, und dieser Eindruck setze sich im Inneren fort. Ein freundlicher gelber Anstrich, Stufen aus schönem Naturstein, der kleine Springbrunnen, zwei Spielecken für Kinder mit einem riesigen Stoff-Teddybären, die umherlaufenden Katzen, die Blumenbeete, der geschmackvoll gestaltete Verkaufsraum für den Wein und das steirische Kernöl, eine kleine Laderampe, die das Einpacken der Weinkartons erleichtert, als solche aber überhaupt erst auf den zweiten oder dritten Blick zu erkennen ist, der “Radlstall”, der liebevoll gestaltete Gastraum mit einem ausladenden und hellen Wintergarten mit großzügigen Holztischen und bequemen Stühlen und Bänken, das professionelle Lüftungssystem, die sauberen WCs mit geschmackvollen Fliessen, dem Gesteck am Waschbecken, dem in die Wand eingelassenen Weinkorken mit der Aufschrift “Tschermonegg”. Der gleiche Eindruck in den Gästezimmern selbst…geschmackvoll und freundlich gestaltet, man merkt, dass bereits bei der Planung der Architekt und die Inhaber des Weingutes auf alle erdenklichen Details geachtet haben, so z.B. die Lüftungsschlitze in der Tür zum Bad, das Lüftungssystem über der Dusche, die runde Duschtür, das markant abgesetzte Fliesenmuster in der Dusche selbst, die zahlreichen Handtuchhaken, die farblich abgestimmten grünen Handtücher (selbst in 5-Sterne Hotels erhält man üblicherweise nur weisse Handtücher, das diese nicht getrennt gewaschen werden müssen), die herabgehängte Denke mit den Halogen-Leuchten, der Bewegungsmelder, der das Licht im Badezimmer automatisch an-und ausschaltet, der Duftspender, der Flachbildbildschirm, die elektrischen Rolläden (für den, der es mag), die Klimaanlage, das zentrale Staubsaugerrohrsystem, dass einen lärmfreies Saugen der Zimmer ermöglicht, das speziell entworfene Bett mit einem grünen Kleeblatt (diese finden sich auch außen auf den Türen), das Geländer, dass aus einer Glasscheibe besteht, um den uneingeschränkten Blick auf die Weinberge freizugeben. Es geht weiter bei den Außenanlagen für die übernachtenden Gäste, so z.B. dem uneinsehbaren Edelstalpool mit Massagedüsen und Gegenschwimmanlage mit einem herrlichen Blick auf die Weinberge und sogar auf ein “Herz im Weingarten” (tatsächlich, gewisse Reben heben sich von den anderen Reben ab und bilden ein Herz), dem separaten Umkleide und Saunahaus, den vershiedenen Liegestühlen auf der Außenterasse, und so weiter und so fort… Der positive Eindruck setzt sich fort beim Service, der einem das Gefühl vermittelt willkommen zu sein, und bei dem vorzüglichen Essen. Nicht umsonst war auch das Lokal bzw. “Buschenschank” voll besetzt. Hier könnte ich gleichermaßen ausgedehnt beschreiben, was über das normale Maß hinausgeht…aber genug davon…warum schreibe ich dies überhaupt und was kann man daraus lernen?

Ich glaube, es war kein Zufall, dass wir hier eingekehrt sind, und ich glaube, es war kein Zufall, dass alle Gästezimmer ausgebucht waren (und wir nur deshalb eins erhalten haben, weil jemand frühzeitig abreisen musste), und ich glaube, es war kein Zufall, dass der Buschenschank vollbesetzt war. Sogleich war bereits von der Straße aus zu erkennen, dass dieser Betrieb mit großer Leidenschaft geführt wird, dass hier Menschen arbeiten, die offenbar ihre Arbeit lieben und an das glauben, was sie tun. Auf der Webseite selbst heißt es, man sei bestrebt gewesen, “eine Wohnwelt voller Wärme” zu schaffen, und dies merkt man…

Wer seine Arbeit nicht liebt, der ist meist nicht bereit, alles zu geben, der leistet zumeist gerade das, womit er noch durchkommt. Die Ergebnisse mögen ok sein, sie werden aber nie überragend sein, und jegliche Liebe zum Detail wird fehlen. Die Menschen haben meist ein feines Gespür dafür, ob jemand alles gibt, weil er stolz auf seine Arbeit ist und diese liebt, oder ober er nur einen Gehaltsscheck am Ende des Monats abholen will. Dementsprechend werden diejenigen, die einer Arbeit nachgehen, die sie lieben, im Regelfall auch auf Dauer erfolgreicher sein.

Dann kann der Aufruf also nur lauten: Finde die Arbeit, die Du liebst! Es lohnt sich!

Ich liebe meine Arbeit – Sonntagsblog – Fluch oder Segen?

Fluch oder Segen?

Eine chinesische Parabel

Ein alter Mann lebte in einem Dorf, auf den selbst die Könige neidisch waren. Denn er besaß ein wunderschönes weißes Pferd. Die Könige boten fantastische Summen für das Pferd, aber er vekaufte es nicht. Eines Morgens fand er sein Pferd nicht im Stall. Das ganze Dorf versammelte sich und die Leute sagten:

“Du dummer alter Mann, was haben wir Dir gesagt? Wir haben es immer gewusst, dass das Pferd eines Tages gestohlen werden würde. Es wäre besser gewesen, es zu verkaufen. Welch ein Fluch hat Dich überkommen?”

Der alte Mann aber sagte:

“Segen, Fluch, was ist das? Ich sehe nur, das Pferd ist nicht im Stall.”

Die Leute lachten den Alten aus. Sie hatten ja schon immer gewusst, dass er ein bißchen verrückt war.

Aber nach 14 Tagen kehrte das Pferd plötzlich aus der Wildnis zurück. Mit sich brachte es 12 wilde Pferde. Wieder versammelten sich die Leute und sagten:

“Alter Mann, Du hattest doch Recht. Was für ein Segen!”

Der alte Mann entgegnete:

“Segen, Fluch, was ist das? Ich sehe nur, das Pferd ist mit 12 weiteren Pferden zurückgekommen. Ihr lest nur ein einiges Wort in einem Satz. Wie könnt Ihr das ganze Buch beurteilen?”

Wieder lachten ihn die Leute aus.

Der alte Mann hatte einen einzigen Sohn, der nun begann, die Wildpferde zuzureiten. Schon eine Woche später fiel der Sohn vom Pferd und brach sich beide Beine. Wieder versammelten sich alle Leute:

“Was für ein Unglück! Dein einziger Sohn kann nun seine Beine nicht mehr gebrauchen, und er war doch die Stütze Deines Alters. Jetzt bist Du ärmer als je zuvor!”

Der Alte antwortete:

“Segen, Fluch, was ist das? Ich sehe nur, mein Sohn hat sich die Beine gebrochen.”

Die Menschen wunderten sich.

Es begab sich, dass das Land nach ein paar Wochen einen Krieg begann. Alle jungen Männer des Ortes wurden zwansweise zum Militär eingezoegen. Nur der Sohn des alten Mannes blieb zurück, weil er gebrochene Beine hatte. Der ganze Ort war von Wehgeschrei erfüllt, weil man wusste, dass die Meisten nich nach Hause zurückkehren würden. Sie kamen zu dem alten Mann und sagten:

“Du hattest recht, es hat sich als Segen erwiesen. Dein Sohn kann zwar nicht laufen, aber immerhin ist er noch bei Dir.”

Der alte Mann antwortete wieder:

“Segen, Fluch, Glück, Unglück, was ist das? Ihr Leute seid immer sehr schnell damit, Schlüsse zu ziehen. Nur Gott kennt die endgültige Geschichte”.

Einen schönen Sonntag wünscht Euch,

Alex :-)

Ich liebe meine Arbeit – Sonntagsblog

Guten Morgen,

ich überlege, einen “Sonntagsblog” zu schreiben, in denen ich mich mit Themen beschäftige, die vielleicht nur mittelbar einen Bezug zum Thema “Ich liebe meine Arbeit” haben, die aber dazu anregen, über das Leben insgesamt nachzudenken…

Diese Woche hörte ich von einem indischen Geschäftsmann, der sein eigenes Unternehmen in Mumbai hat. Er ist sehr erfolgreich und hat viele Mitarbeiter, denen er eigenhändig am Ende der Woche Schecks für die geleistete Arbeit übergibt. Von vielen in seiner Umgebung wird er beneidet, weil er so viel Geld hat und sich alles leisten kann. Warum wird er so bevorzugt? Er hat es sicher immer leicht im Leben gehabt…sein Vater hat bestimmt immer gute Beziehungen gehabt, wahrscheinlich musste er selbst nie richtig arbeiten…

Nun hat man ja schon ab und an von Geschichten gehört, in denen es jemand aus tiefer Armut vom Tellerwäscher zum Millionär geschafft hat, aber als dieser Mann über seine “Mitgift” aus der Jugend berichtete, blieb mir doch fast der Atem stehen…

Er sei auf dem Friedhof in Mumbai aufgewachsen, seine ganze Familie habe dort gelebt, nachts habe er neben den Toten gelegen und geschlafen,  und geträumt von einer besseren Welt. Wenn er heute das Gefühl habe, dass der Erfolg ihm zu Kopf steige, dann gehe er auf eben diesen Friedhof zurück, er würde heute noch manchmal dort schlafen, und oft würde er dabei helfen, Tote auf diesem Friedhof zu beerdigen. Das erfülle ihn mit einem tiefen Frieden und Dankbarkeit. Der Friedhof habe ihm viel gegeben…

Viele Grüße,

Alex

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